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Diplomaten: elektronisch zur MWSt-Befreiung

MwSt.-Erstattung für Diplomaten jetzt elektronisch

Das elektronische Zertifikat, das die Dokumente 450/451 ersetzt, kann über drei akkreditierte Firmen bezogen werden. Die zuständige Behörde, in diesem Fall die SPF Finances, erteilt das E-Zertifikat nach Überprüfung der Daten im Rahmen von Art. 42, § 3, erster Absatz, 1° und 2° des Umsatzsteuergesetzbuches und seiner Ausführungsbestimmungen.

Um von der Befreiung profitieren zu können, muss der Betrag des Kaufs oder der Dienstleistung bei mind. EUR 125 für die offizielle Nutzung und EUR 50 für die private Nutzung liegen. Die Mehrwertsteuer wird nicht mehr direkt an die diplomatische Vertretung zurückerstattet, sondern an das Unternehmen, das die Rechnung ausgestellt hat. Es ist somit für die Rückerstattung des Betrags an den Begünstigten, die akkreditierte Firma, verantwortlich.

Internationale Organisationen wie die Europäische Union und ihre Organe wie z.B. die EZB sowie die NATO und andere in Art. 42, §3, Absatz 1, 3°, 4°, 5°, 7° und 8° des Umsatzsteuergesetzbuches fallen nicht unter die neuen Bestimmungen.

Was ändert sich für Lieferanten?

Für jeden Verkauf oder jede Dienstleistung wird der Lieferant eine reguläre Rechnung ausstellen, die den Begünstigten eindeutig identifiziert. In dieser Rechnung wird der geschuldete Mehrwertsteuerbetrag deutlich ausgewiesen. Sobald das e-Zertifikat von dem Begünstigten oder der Firma, die für die Erwirkung des e-Zertifikates vom Lieferanten verantwortlich war, an ihn gesendet wurde, erstattet das Unternehmen den Betrag der Mehrwertsteuer an die akkreditierte Firma. Diese wiederum sendet das Geld an den Begünstigten. Der Lieferant muss das Zertifikat zur Unterstützung jener Rechnungen ablegen, die vom e-Zertifikatsschema profitiert haben.